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Die sechste Seite und das ganze Buch

Heute zeige ich euch die vorerst letzte Seite. Hier kann das kleine Kind angeln. Ich hatte eine Weile überlegt, wie ich den Fisch magnetisch bekomme und schon von eingenähten Magneten fantasiert. Die einfachste Lösung war eine Tackernadel, natürlich von der anderen Seite schön durch Stoff versteckt, so dass sich das kleine Menschenkind nicht verletzen kann. Ein anderer (zu spät entdeckter) Tipp sind übrigens Mini-Ösen anstelle der Augen.

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Hier seht ihr auch schon, wie eine Seite dann vollendet ausschaut. Jeweils zwei Seiten sind mit Pellon verbunden und dann wird mit Schrägband verblendet. Beim Schrägband um die Ecken bringen, habe ich eindeutig noch Lernpotential 🙂

Anschließend habe ich noch vier Ösen eingeschlagen, damit die Seite in einen handelsüblichen Ordner passt. So kann ich die Seiten jederzeit entfernen oder ergänzen.

Und weil ein Ordner ja nicht so hübsch ist, gab es noch eine passende Ordnerhülle für das Apfelmädchen:

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Das einzige was mich ärgert, ist, das ich nicht gleich einen Verschluss mit eingenäht habe an die Ordnerhülle. Sie ist so presswurstig angebracht, dass ich sie wohl auch nie mehr entfernt bekomme 🙂 Aber als Tipp, damit es so schön eng sitzt: ich habe als Mittelteil Sweat genutzt, der ließ sie ein wenig dehnen, um den Baumstollstoff überzuziehen.

Und hier sehr ihr das kleine Kind im Einsatz am Geburtstagsmorgen. Das Buch wird rege bespielt, die Möhren landen in der Waschmaschine, die Fisch an der Leine. So soll es sein!

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Und ich habe wahnsinnige Lust noch 3-10 Seiten zu machen…es ist fizzelig, aber macht auch unheimlich Spaß und ist jede Minute wert.

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Quietbook – die erste Seite

Zum Geburtstag der Kleinsten soll es ein Quietbook geben. Oft habe ich diese auf anderen Blogs bewundert und mich nicht so recht ran getraut und immer nur Ideen gesammelt.

Jetzt habe ich doch mal angefangen und die erste Seite ist fertig. Da ich kein Buch komplett aus Filz machen möchte, sondern es möglichst lange halten soll, habe ich viele verschiedene Stoffe genutzt und werde nur einen Teil aus Wollfilz machen.

Jeweils zwei Seiten werden dann mittig noch mit Pellon verstärkt und Schrägband gebunden. Die Seiten kommen in einen passenden Ordner und können so beliebig ergänzt werden.Denn einige wunderschöne Ideen sind einfach mit zwei Jahren doch noch nicht so ganz ideal 🙂

Aber etwas rausnehmen und reinstecken ist gerade ein großes Thema und überhaupt kleine Sachen hin und herrräumen. Davon handelt also auch die erste Seite – Garten.

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Der kleine Aufnäher vom Maulwurfstoff passt einfach ideal dazu 🙂

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Unglaublich niedlich – Coachella Pants

Bevor nun endgültig der Sommer da ist (ja, ich wohne dort, wo es gerade schon ca. 18 angenehme Grad sind), noch ein Nähtipp für herrlich unkomplizierte, aber sehr hübsche Shorts.

Ihr wisst, so schnell sage ich sowas nicht, aber als ich im letzten Sommer während einer Blogtour von den Coachella Pants las, wusste ich, die braucht mein kleines Mädchen auch.

Und das große Mädchen am besten auch.

Entstanden sind zwei wunderschöne Coachella Pants, einmal aus tollem Gütermannbaumwollstoff und einmal aus sehr leichtem grauen Biodenim.

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Der Schnitt ist leicht zu verstehen und besteht ja auch nur aus zwei Schnittteilen. Ich finde er fällt recht großzügig aus, im Zweifel also lieber die kleinere Größe nähen.

Und hier der Beweis der Niedlichkeit. Was gibt es Schöneres als kleine dicke Babybeinchen, die aus kurzen Hosen ragen?

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Den Schnitt könnt ihr direkt in englisch bei der Designerin des Schnittes erwerben (keine Angst, hervorragend zu verstehen). Oder bei Nähconnection. Sie haben sich die Mühe gemacht, den Schnitt ins Deutsche zu übersetzen.

Übrigens gibt es den Schnitt auch für Frauen 🙂 Ich überlege, ob ich für den Sommer nun auch solche Shorts brauche.

Verlinkt bei Handmade on Tuesday, Sew Mini und den Meitlisachen.

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Schlummerschnitt Frau Alma

Als ich kürzlich bei Yvi was über Schlummerschnitte las, fühlte ich mich gleich angesprochen. Horte ich doch diverse Schnittmuster, die ich noch nie genäht habe….kennt ihr oder?

Einer der Ersten, die ich nun endlich mal entschlummern wollte, fiel mir Frau Alma von hedi näht ein. Den Schnitt musste ich schon allein wegen dem Namen kaufen 😉 Auch sonst, gefiel er mir bei Anderen recht gut.

Also habe ich mich mit recht knappen Zeitplan entschieden, den Schnitt nun doch wirklich mal in Angriff zu nehmen. Ausgedruckt war er schnell, dann habe ich mich ein wenig geärgert, denn die Schnittteile lagen zum Teil übereinander. Ausdrucken, kleben, schneiden war hier also keine Option. Ich musste Schnittteile noch kopieren und konnte dann erst schneiden. Für Profis ist das sicher gut, um einen Schnitt in diversen Größen sofort parat zu haben. Ich nähe oft nur eine Größe (bei Frauenkleidung erst recht) und hätte diesen Punkt gern übersprungen 🙂

Beim Zuschnitt des Stoffes merkte ich, dass dieser etwas zu knapp kalkuliert war. Ich hatte ihn nicht extra gekauft, aber dachte mir vorher, ach so ein Meter, das wird schon reichen…es reichte leider nur für (sehr unvorteilhafte) kurze Ärmel, würde ich beim zweiten Nähen definitiv ändern! Außerdem habe ich vor lauter Schreck das obere Vorderteil nicht im Bruch zugeschnitten, sondern einzeln, so wie hinten. Da sich das Muster im schlechtesten Fall ungünstig überlappt, habe ich einen roten Akzent in die Mitte gesetzt. Das gefällt mir sehr, würde ich beim zweiten Nähen sogar absichtlich in Erwägung ziehen. Die Riegel sind mit Papseln eingefasst. Dazu kann ich nur sagen, nein, die Zeit“spar“variante durch beide Lagen Stoff gleichzeitig zu nähen, funktioniert bei Jersey so gar nicht. Bitte erst die Papsel an eine Lage annähen und dann nochmal zwischenfassen. Sieht dann wohl auch symmetrischer aus…

Aber trotz allem hätte, wenn und aber: mir gefällt das Ergebnis sehr. Ich habe eine M genäht, sie sitzt recht figurbetont. Bei anderen Frau Almas habe ich gesehen, dass sie eher lockerer fallen. Aber ich glaube das gefällt mir trotzdem gut.

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Und hier im Ganzen:

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Den Saum ignoriert ihr bitte, ich wollte unbedingt heute über das Kleid bloggen. Ja, einmal wollte ich mich nach einer Linkparty richten 😉 (mache ich ja sonst nicht, deshalb seht ihr es mir nach).

Nämlich die Schlummerschnitte für Kleider bei Needleowl zu Gast diese Woche und RUMS, der Linkparty für alles rund ums Weib.

Da bin ich nun mit meiner Frau Alma. Und nun kümmere ich mich mal um einen geraden tollen Saum.

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Fazit: Unbedingt nochmal. Mit längeren Ärmeln (die Länge tut leider wirklich nichts für mich), gern mit Frontunterteilung und Paspelannähen wie man es wirklich macht.

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Geschenkideen für Kleinkinder

Auch wenn jetzt bald schon der nächste Geburtstag kommt und damit die nächste Geschenkidee, möchte ich euch noch zeigen, was ich der Kleinsten zum 1. Geburtstag genäht habe.

Nämlich ein Fotoalbum aus Stoff. Das kommt auch richtig gut an. Genutzt habe ich diese Anleitung, die auch durchaus gut verständlich ist. Ich fand es trotzdem ganz schön fummelig alles gerade und sauber zu vernähen. Besonders die Auswechselfächer für die Bilder (ja, sie können rausgenommen werden). Für die durchsichtige Folie habe ich übrigens alte Hefthüllen der großen Tochter recycelt, das ging ganz gut.

Vorn kam noch das allerletzte Fitzelchen meines Alltimefavoritestoffes drauf, den ich schon vor fünf Jahren hier vernäht gezeigt habe:

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Der Grundstoff sind verschiedenfarbige Vichystoffe:

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Und die kleinen Anhänger zum Umklappen habe ich noch ergänzt, das erschien mir einfach praktisch.

Natürlich gab es auch ein Kleid zum Geburtstag (und natürlich mit passendem Stoff zum Namen):

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(zur Puppe und zum Puppenwagen ein andermal mehr)

Und noch ein Suchkissen, gefüllt mit dem Granulat aus einem Stillkissen. Man muss aufpassen nicht zuviel davon reinzufüllen, sonst lässt sich nichts mehr finden. Das Granulat ist an sich übrigens keine gute Idee, es lädt sich statisch auf und klebt häufig vorn an der Kunststofffolie fest. Stört die Kleinste allerdings nicht und so versucht sie du von uns gehorteten Fundstücke zu finden:

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Und nun mache ich schon bald an das Geschenk zum zweiten Geburtstag, erstaunlich wie schnell die Zeit vergeht 🙂

Verlinkt bei Kiddikram.