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Grünkäppchen

Exklusivzeit gibt es für so ein drittes Kind ja recht wenig, deshalb gehen wir nun ganz ausdrücklich extra zum Babyschwimmen, damit sie dort mal wenigstens einen Tag in der Woche ganz ausführlich Mama- und manchmal auch Papazeit hat.

Als ich irgendwann den Puppentragekorb genäht habe, sah ich bei Danamadeit.com auch eine Beach Robe und nicht nur Stoffe, sondern auch Schnittmuster sind manchmal Rudeltiere, ich kaufte es also für einen unbestimmten Zweck.

Babyschwimmen war dann der bestimmte Zweck ;-)

Aus aussortieren Badetüchern habe ich die kleinste Größe der Beach Robe genäht, damit das kleine Mädchen schön warm verpackt ist. Leider habe ich abends im Wahn zugeschnitten und dann lag es hier ewig herum und ich habe die Reste entsorgt und nicht gemerkt, dass ich glatt vergessen habe, den Bindegürtel zuzuschneiden. Dabei bringt der es ja eigentlich, so rein vom Design.

Aber gut, ich werde wohl eh nochmal nähen müssen/wollen, denn der Mantel ist trotz kleinster Größe (9 Monate) an den Armen hundert Kilometer zu lang und auch insgesamt recht weit.

Anprobe im Trockenen:

Aber abgesehen von den vielen Fusseln, die beim Nähen entstehen, ist das ein schnelles Projekt und es werden sicher noch ein paar Beach Robes folgen :)

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Ungewollt – gewollt…

…war es hier nun ein Weilchen still, aber ich wollte mich auch einfach nicht stressen lassen ;-) Wie üblich (darf man bei drei Kindern dann wohl langsam sagen) haben wir wieder ein Exemplar erwischt, welches wesentlich weniger Schlaf braucht als wir. Die gute Nachricht: heute schläft die Große schon sehr viel mehr als wir. Aber bis wir diese – zugegebenermaßen sehr sehr ermüdende und kraftzehrende – Phase überstanden haben, liegt eben vieles auf Eis und ich werde auch in meiner letzten verbliebenen Elternzeit nicht mehr zur Vielnäherin werden. Ich bewundere immer wieder die Blogs von Mamas mit bekanntermaßen kleinen Babies und deren Näh-Blogfrequenz….

Genug gejammert ;-)

Wie ich ja schon schrieb, beschäftige ich mich nun ausführlicher mit meiner Garderobe, aber nach dem großen Aussortieren stecke ich momentan etwas fest. Immerhin sind mittlerweile fast alle Sachen verkauft, gespendet oder recycelt. Ich habe also fleissig aus meinen alten Shirts neue Kleidchen und Pullover für die Kleine genäht…..mehr ginge stoffmässig gar nicht.

Aus diesen vier Shirts entstanden nach dem Schnitt “Birdie” aus der Ottobre Kid 1/2015 vier Kleidchen bzw. Pullover.

Angefangen habe ich tatsächlich mit dem Originalschnitt, allerdings finde ich ihn für ein Krabbelkind einfach etwas unpraktisch…er ist ganz schön lang. Auch wenn ihr seht die Kleine stört das weit weniger als mich.

Was mir auf jeden Fall gefällt ist der sehr halsnahe Ausschnitt und auch die Armlänge ist prima. Damit es nicht ganz langweilig wird mit falscher Knopfleiste :)

Das nächste Shirt mit Armbündchen, gekürzt und Bündchensaum.

(immer in Bewegung die Kleine….sie lässt sich nur noch schlecht fotografieren)

Und hier habe ich die schönen Armdetails erhalten, damit auch das Baby lässig hochkrempeln kann.

Zuletzt mein eigenes selbstgenähtes Shirt….ich habe einfach gemerkt, dass der Puffärmelschnitt der Shelly wahrlich nicht das Richtige für mich ist. Aber die Stoffkombination mit braunen Bündchen liebe ich sehr und freue mich, sie nun am Kind weiter bewundern zu können.

Ihr seht, ich habe dann doch oft gekürzt und eher ein Pullöverchen genäht, ist einfach praktischer zum Krabbeln :)

Mit dieser Bilderflut wandere ich zu Nina, denn außer einem kleinem Stück Bündchen und drei Kamsnaps habe ich nur Reste verwertet. Damit zeige ich auch gleich, was das Kind heute trägt bei Frl. Rohmilch – Punkte. Punkte gehen immer.

Außerdem verlinkt bei Kiddikram und den Meitlisachen.

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Ein zwölftel Blick 2015 – Februar

Es ist Ende des Monats und somit Zeit meinen zwölftel Blick im Februar zu zeigen. Da ich mich weiterhin nicht für eine Seite der Brückenansicht entscheiden kann, gibt es wieder zwei Bilder. Allerdings sind sie zu unterschiedlichen Zeiten aufgenommen, da die Sonne sonst so blendet, dass nur Schatten zu erahnen sind.

Zum Vergleich der Januar:

Mehr Aus- und Einblicke findet ihr wie immer bei Tabea und ihrem großartigen Zwölftel- Blick – Projekt.

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Auf dem Weg zur Grundgarderobe I

Im letzten Jahr habe ich sehr interessiert verfolgt, wie auf einigen Blogs die Basisgarderobe und das Finden des eigenen Stils diskutiert wurde und mich nickend bei so manchen Fragen und Erkenntnissen wieder erkannt. Allerdings war ich da gerade schwanger und meine Garderobe war in der Tat sehr basismässig ;-)

Jetzt im Frühling (es war gar nicht der Frühling merke ich gerade, aber irgendwie ist mir gerade so nach Frühling ;-)) hat unter anderem Sindy von “That certain something” wieder eine Reihe dazu gestartet und nach ihrem ersten Post dazu, war ich endgültig motiviert nun mal was zu unternehmen.

Mein bisherigen Kauf-Anzieh-Trageverhalten sah so aus, dass ich einfach gekauft habe, was mir rein optisch gefiel, mich im Spiegel der Ankleide überzeugte und was ich mir leisten konnte ;-) Oftmals überlebte das Kleidungsstück schon zu Hause nicht mehr den Spiegelcheck, entsprechend viele Schrankleichen existieren…kennt Frau oder?
Auf Figur/Farben etc. habe ich eh nie geachtet, nur wenn es sich geradezu aufdrückte, dass das jetzt echt nichts ist.

Ähnliches beim seltenen nähen für mich….also nicht sehr überraschend, das genau drei Kleidungsstücke für mich nur längerfristig überlebt haben.

Ziel der Veränderung soll nun sein eine Grundgarderobe auch Capsule Wardrobe genannt, aufzubauen mit Kleidungsstücken die tatsächlich typ- und farbgerecht sind. Es wird dabei von +/-33 Kleidungsstücken geredet, wobei ich nicht unterscheide in Sommer/Wintergarderobe, sondern das jetzt einfach in Summe angehe und mir so einfach ein paar Kleidungsstücke mehr erlaube :)

Wer sich belesen mag, hilfreich fand ich diese Links:

http://bridgetteraes.com/2013/07/31/the-ultimate-mix-and-match-fashion-guide/
http://into-mind.com/2014/03/16/how-to-build-the-perfect-wardrobe-10-basic-principles/
http://www.chigarden.com/2012/01/link-love-wardrobe-minimalism/
http://theproject333.com/getting-started/
http://www.coletterie.com/category/wardrobe-architect

Der erste Punkt war also eine Bestandsaufnahme meines Kleidungsschrankes. Ich habe alles aussortiert, was mir aktuell nicht passt, nie mehr passen wird, eigentlich kaputt ist und übrig geblieben sind 67 Kleidungsstücke inklusive aller Jacken.

blusen hosen jacken kleid2 kleider1 kurzarm langarm1 langarm2 roecke strickjacken

Meine bisherigen Farben sind also momentan so, wobei es eindeutig in die schwarz-dunkelblaue, rötliche Richtung geht.

farben

Danach habe ich mich an die Bestimmung meines Figurtyps gemacht. Bei der Modeflüsterin findet sich die beste Übersicht meiner Meinung nach.

Ich habe basierend auf einem Foto einen Umriss von mir erstellt:

umriss

Das macht es einfacher den Figurtyp zu ermitteln…auf den ersten Blick dachte ich, es wäre ein H-Typ, weil die Taille ja doch eher kaum vorhanden ist und Schultern/Hüfte fast gleich breit. Allerdings finde ich mich in der Beschreibung überhaupt gar nicht wieder (schlanke Extremitäten und überhaupt, hochgewachsen und so ;-)) und sehe beim X-Typ die größten Übereinstimmungen, mal abgesehen von der größeren Oberweite. Der Figurtyp ist bei mir auch immer gleich, da ich bei Gewichtsschwankungen proportional dazu gewinne oder verliere, das ist eigentlich ja gar nicht so schlecht ;-)

Zusammengefasst habe ich für mich (auch recht klein insgesamt) folgende Tipps gefunden, die irgendwie auch sinnvoll erscheinen:

- die Mitte betonen, keine gerade herabfallenden Oberteile tragen
– Oberteile enden nicht direkt an der breitesten Stelle
– Bleistiftröcke, enge Kleider, nichts A-linienförmiges (schön, dass ich bislang immer genau das genäht habe, allerdings ist mir da ja auch schon die Erkenntnis gekommen ;-)
– runde, weite Ausschnitte, nicht halsnah
– keine Spaghettiträger
– Haare eher hochstecken

Dahin gehend habe ich meine Garderobe durchgesehen und nun hänge ich bei den Farben. Ich kann mich nicht durchringen eine Farbberatung zu machen, aber bin mir mittlerweile allerdings sehr sicher entweder ein Herbst – oder Frühlingstyp zu sein.

(Bilder via zalando)

Da werde ich noch weiter forschen, wobei die Farbpaletten sich in einigen Punkten doch ähneln und ich die reinweißen Shirts auf jeden Fall aussortiert habe. Schwarz und dunkelblau mussten erstmal bleiben, sonst hätte ich nichts mehr zum Anziehen ;-) Kurioserweise habe ich immer fröhlich genau die falschen Farben gegriffen, vorallem in den letzten Jahren. Und das obwohl meine Lieblingsfarben ja grün und orange sind und ich mit anderen herbstlichen Tönen da ja grundsätzlich richtig gelegen hätte.

Nun sind nach diesem Aussortieren 45 Kleidungsstücke übrig geblieben, wobei bestimmte Teile noch aussortiert werden, wenn ich mir bei den Farben klarer bin.

sachen

Soweit erstmal der erste Stand, ihr seht ich bin hochmotiviert und obwohl nun deutlich weniger im Schrank hängt, ziehe ich doch mal wieder was anderes an als Jeans + Shirt.

Was sind nun die nächsten Schritte? Übersicht über die Farben verschaffen und dann überlegen wo die Reise hingeht, wie sieht mein Stil eigentlich aus, wie könnte er aussehen. Und dann sollen endlich mal gezielt selbstgenähte Kleidungsstücke für mich entstehen, die ich auch wirklich trage.

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Das kleine Kind trägt…

…nichts von mir selbstgenähtes, aber ich möchte es trotzdem zeigen. Denn nach Monaten passt endlich der von Steffi zur Geburt geschenkte Body, der ist soooo hübsch. Selbst die kleine Lady schaute beim Anziehen immer wieder an sich runter und fasste den Stoff an – ehrlich wahr! Ich danke also nochmal ganz herzlich und bewundere nach wie vor jeden der Bodies näht.

Außerdem trägt sie von der Tauschaktion noch passend zur Mütze gestrickte Stulpen, war ein guter Tausch :)

Was andere Kinder heute so tragen, seht ihr hier.

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Wickeln in schön – Das Material II

Und wieder ein Beitrag aus der Reihe “Wickeln in schön”. Hier hatte ich was zum Stoffwickeln allgemein geschrieben und letzte Woche etwas zu Zorb und woher man überhaupt die Materialien bekommt.

Heute geht es um das geheimnisvolle PUL, welches ich schon erwähnt hatte. Bevor ich mich mit Stoffwindeln bzw. dem Selbstnähen dieser beschäftigt habe, hatte ich noch nie etwas von diesem Stoff gehört.

PUL = mit Polyethuran beschichteter Stoff, er ist quasi laminiert. Allerdings hat das nichts mit dem Wachstuch oder der beschichteten Baumwolle zu tun, die man allgemein so kennt, die Haptik ist eine völlig andere. PUL ist sehr sehr weich und neben der Wasserundurchlässigkeit auch atmungsaktiv. Natürlich gibt es hier qualitative Unterschiede und man sollte bei der Anschaffung schon auf Preise von mindestens 20€/m achten, um sicher zu gehen, dass der Stoff blei – und phalatfrei ist. Bitte hier nicht sparen.

In fast allen Windelsystemen ist PUL verarbeitet. Entweder direkt außen, dann ist innen die saugfähige Schicht und die Nässe kann nicht nach außen dringen.

Oder in Form einer Überhose aus PUL, die über Wollwindeln oder ähnliches einfach wie Höschen drüber gezogen werden.

Oder wie bei uns, in Form der Innenwindel:

Hier gibt es also eine Außenwindel und dann die eingeknöpfte Innenwindel aus PUL, in die dann die Einlagen reingepackt werden. Hat den Vorteil, dass man nicht die ganze Windel waschen muss, weshalb wir vom oberen System gar keinen Gebrauch machen.

Ihr seht die beschichtete Seite und die unbeschichtete Seite….diese hat in etwas Badeanzugstoffstruktur.

Wenn ihr nun selbst mit PUL arbeiten wollt, gibt es bestimmte Dinge zu beachten. Es ist wichtig, den Stoff möglichst wenig zu bearbeiten, das heißt keine Stecknadeln benutzen, lieber Clips oder Klammern. Außerdem große Stiche mit kleiner Nadel benutzen. Jedes Loch im Stoff stört die Eigenschaft der Wasserundurchlässigkeit.

Da das Material auch sehr rutschig ist auf der beschichteten Seite bietet sich ein Antihaft- bzw. Teflonfuss an, Maschinen mit Obertransport schaffen es vielleicht auch so. Als Nähnadel habe ich die kleinste Microtexnadel genutzt.

Und trotzdem war es noch eine schwere Geburt ;-) Ich habe mich zuerst an einem Wetbag versucht, das ist einfach ein Täschlein aus PUL, in dem man unterwegs die benutzten Windeln reinpacken kann. Bietet sich aber auch für Schwimmkleidung oder so an.

Ihr seht, ich habe auf verschönernde Steppnähte etc. verzichtet, um eben das Material nicht unnötig zu belasten.

Der nächste Versuch wird dann mal eine Überhose aus PUL-Stoff sein….mal sehen wie es gelingt.

Wem das alles zuviel und kompliziert ist, der schaut sich unsere äußerst hübsche Windel von der Windelmanufaktur an und bestellt vielleicht lieber da ;-)

Nach kleinen Anfangsschwierigkeiten bin ich großer Fan dieses Systems und kann es nur empfehlen, wenn man gern möglichst wenig Wäsche und auch vergleichsweise wenig Materialbedarf hat.

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Noch mehr zum Schlafen

Ich hatte es ja schon geschrieben, eigentlich wollte ich das dicke Volumenvlies für einen weiteren Schlafsack nehmen. Aber irgendwie kam mir das dann doch seltsam vor und für eine weitere Variante des Lua Sleep Sack nutzte ich doch nur mitteldichtes Volumenvlies und den herrlichen Birchstoff, den ich ebenfalls unbedingt mitbestellen musste. Neulich.

Aber diese Vögel und Wolken haben mich schon beim Bestellen an Schlafen denken lassen. Genäht habe ich erneut in der Größe 6-12 Monate, das passt ganz gut.

Außerdem fand ich den Stoff so toll, dass ich ohne großen Schnickschnack genäht habe.

 

Und jetzt gebe ich zu, dass ich beim letzten Mal etwas geschummelt habe ;-) Leider ist im Schnittmuster die Lösung für das Ende des Reißverschlusses nicht wirklich gut beschrieben und es sah etwas merkwürdig aus. Sonst ist das Schnittmuster wirklich gut zu verstehen, aber in dem Punkt echt knapp gehalten. Bei den Fotos habe ich das geschickt umschifft, manchmal hat man eben keine Lust auf Nähdesaster zeigen. Aber ihr wisst ja, sonst kenne ich da nichts.

Für diesen Schlafsack habe ich mir also vorgenommen das anders zu lösen, so wie ich es von einigen Taschen usw. kenne.

Allerdings ist es schon wieder passiert, weil ich während des Nähens mein Vorhaben vergessen hatte. Ich würde euch also empfehlen zuerst einen extra Streifen Stoff quer über den Reißverschluss zu nähen, so wie es hier beschrieben ist und dann erst den Reißverschluss einzufassen. Das sieht sehr viel ordentlicher aus, auch wenn ich mit diesem Abschluss gerade noch so leben kann.

Verlinkt beim Creadienstag und Kiddikram.

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