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Puppentragekorb

Wieder mal ein Artikel aus der Kategorie “Gewollt, aber nicht gekonnt” und “das ist das Coole am Internet”…

Also zuerst zum Coolen: vor einiger Zeit sah ich bei jemanden eine gestrickte Mütze, die ich so toll fand. Aber leider kann ich nicht hinreichend gut stricken, von der fehlenden Geduld will ich mal gar nicht reden. Diejenige suchte etwas für ihre kleine Puppenmamatochter und ich schlug ihr diesen Korb vor. Dieser gefiel auch, nur kann sie nicht nähen.

Wir tauschen nun also unsere Handwerkskünste….Mütze gegen Puppentragekorb.

Und langsam wurde es nun Zeit das mal anzugehen. Der Schnitt ist gut zu verstehen und ich habe mich zuerst für eine klassische Variante mit bordeauxfarbenen Außenstoff und Streifeninlet entschieden und auch brav das passende Vliesline ausgewählt.

Allerdings sah das Ganze dann so aus ;-) eben wie gewollt und nicht gekonnt:

puppenkorb5

Eigentlich habe ich schon beim Zusammennähen gemerkt, dass es furchtbar instabil ist und der Innenstoff auch irgendwie nicht passt. Aber wie das so ist, wenn man abends/nachts näht…ich wollte unbedingt noch fertig werden und habe das geflissentlich ignoriert und gehofft, dass das Schrägband es schon richten wird. Tat es leider nicht und zu retten war auch nichts mehr…

Also der zweite Versuch, diesmal mit vielen Maßnahmen, damit es garantiert hält. Dazu gleich mehr.

Nun erstmal die Bilder…ich denke das kann man gelten lassen :)

puppenkorb puppenkorb2 puppenkorb3

Was habe ich nun anders gemacht? Ich habe zuerst die Seitenteile mit dem Vlies abgesteppt….ihr seht vielleicht die vielen Kreuz-und Querlinien. Dann habe ich auch am Innenfutter noch eine Verstärkung angebracht, zumindest am entscheidenden Kopfteil. Außerdem habe ich das Schrägband extrem gedehnt und angenäht.

Schrägband? sieht man doch gar nicht sagt ihr? Leider wurde das Schrägband den vielen Lagen Stoff manchmal nicht ganz Herr, deshalb musste ich dann mit einem optisch korrigierenden Rand aus dem Außenstoff nachbessern. Aber die Notlösung gefällt mir sogar sehr :)

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Innen gibt es noch eine Matratze und ein kleines Kissen, für eine Decke hat weder der Stoff noch meine nächtliche Energie gereicht, aber eine Mullwindel wird es auch tun :)

Das Körbchen verlinke ich beim Creadienstag (ihr seht schon, irgendwie schaffe ich wohl nur noch einmal in der Woche zu bloggen/nähen/meine Desaster zu zeigen ;)) und bei Kiddikram und hoffe nun, dass die Empfängerin zufrieden ist.

Euch eine schöne Woche,

Fränzi

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Zwei auf einen Streich

Wie es so ist mit den Vorhaben….doch nur da um verändert zu werden :)

Eigentlich wollte ich ja mehr für mich nähen und eigentlich ja auch mal ein bisschen anspruchsvollere Sachen. Aber ehrlich gesagt war ich dann froh, dass ich nach über zwei Wochen Nähpause überhaupt Zeit zum Nähen hatte und habe jetzt doch erstmal

eine Wimpelkette für ein neugeborenes Mädchen

und zwei Nadelkakteen genäht…einer für eine nähende Freundin.

Die Wimpelkette ist mit fröhlichen Gelbtönen und aufgenähtem Sweatbuchstaben…dieser sollte eigentlich noch ein Pullover für die Kleinste werden, aber von den vielen Nähmissgeschicken hatte ich ja schon berichtet…

Die Nadelkakteen (und immerhin ist einer für mich) standen ja schon länger auf meiner To-Do-Liste, inspiriert und instruiert wurde ich hier. Sie sind in der Tat kinderleicht und schön und endlich werde ich mal die vielen Nadeln los.

Und nun hoffe ich, ich komme jetzt doch mal zu etwas mehr Tamtam….immerhin habe ich jetzt meinen ordnungsgemäßen Nähplatz im Wohnzimmer! Yeah! Heisst zwar dank (noch) mangelnder Schränkchen Reduktion auf das Wesentliche (keine Overlock, keine zehntausend Stoffkisten), aber so ganz theoretisch kann ich jetzt abends ungestört nähen, wenn die Kleine im Bett ist.

Mit meinen zwei Mitbringseln wandere ich noch zum Creadienstag und dann bis bald.

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Eine Jungsdecke

Der Mittlerste hatte sich ja zu Weihnachten eine Patchworkdecke gewünscht und da er eh sehr bescheiden in seinen Wünschen war, sollte er diese auch unbedingt bekommen. Lange hatte ich mich mit der Stoffauswahl schwer getan, bin letztlich aber bei einer grün-weißen Mischung aus Stoffmarkt- und Designerstoffen gelandet.

Die Rückseite sollte kuschliger Fleece sein.

Bis zum letzten Moment habe ich noch genäht, das sieht man dem Binding leider auch an….ich habe weißes extra breites Schrägband genommen. Vermutlich werde ich das in einem ruhigen Moment (haha) noch mal korrigieren, denn man sieht auch sehr den grünen Stoff durch.

Der Fleece war leider auch kein sehr idealer Partner für die Rückseite. Die schönen Abstepplinien, die ich bei der Decke der Großen gemacht habe, waren so gar nicht möglich, denn der Fleece hat sich beim Nähen ständig verzogen und gedehnt. Und auf die Variante Sprühkleber bin ich gar nicht gekommen, wobei ich vermute, das wäre auch nicht so gut geworden….

Das war also definitiv mein letzter Versuch mit Fleece als Rückseite, ich habe nur wenige Querlinien gesteppt, damit die Decken aneinander halten. Aber zufrieden bin ich damit eher nicht. Wobei das ganz sicher mein eigenes Problem ist….der Mittlerste stürzte direkt auf den Weihnachtsbaum zu und fragte, wo ist meine Decke und hat sich auch gleich damit ins Bett begeben. Ihm sind solche Feinheiten wohl egal :-)

Und nun noch ein paar Bilder, die nach tagelangem Kuscheln entstanden sind, weshalb die Decke schon etwas zerknülcht ist:

Das ist ein Viertel der Decke, für die ganze Größe (ca 1,40*2m) fehlte dank Weihnachtsbaum und Co. gerade der Ausbreitplatz.

Und nun plane ich die nächste Decke in meinem Kopf, diesmal definitiv ohne Fleece und vor allem ohne Zeitdruck :-)

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Veränderungen II

Letztes Jahr um diese Zeit habe ich ein Post veröffentlicht, in dem ich mir einige Dinge für das Jahr vorgenommen habe. Das mag zwar altmodisch sein, aber so ein neues Jahr hat doch immer wieder den Hauch von “Alles ist möglich” und “Alles wird anders”.

Zeit für ein Resümee :-)

Ich wollte mehr selber machen. Ich denke das ist definitiv ein umgesetztes Vorhaben. Ich habe aber auch gelernt, dass selber machen um jeden Preis auch nicht sinnvoll ist. Manche Dinge dürfen und sollten auch weiterhin lieber gekauft werden.

Der Einsatz von Plastik sollte weiter reduziert werden. Auch das gelingt schrittchenweise. Wir haben aber auch erfahren müssen, dass es nicht immer sinnvolle Alternativen gibt. Aber zumindest im Kontakt mit Lebensmittel sind wir deutlich resoluter geworden, was den Einsatz von Kunststoff betrifft.

Die Upcyclingschublade existiert nicht mehr. Ich habe tatsächlich viele Babyhosen genäht, einige kleine Pullover und mich von einigen Teilen einfach mal getrennt, bei denen ich eingesehen habe, das ich wirklich! nichts mehr daraus mache.

Das mit dem Zufall….naja…ich arbeite daran. Ungeplante Dinge gefallen mir nach wie vor nur bedingt.

Und nun, was steht für das Jahr 2015 an?

Ich möchte ausgetretene Pfade verlassen und mich ein wenig aus meiner Komfortzone bewegen. Das heißt auch mal ein fremdsprachiges Buch lesen und mich an Schnittmuster wagen, um die ich bislang einen Riesenbogen gemacht habe (echte Hosen!).

Überhaupt möchte ich mehr für mich nähen (und das bedeutet auch eine große bunte Tagesdecke für unser Bett). Weniger als in diesem Jahr geht ja kaum….gerade jetzt vor Weihnachten fiel mir deutlich auf, dass ich sehr viel für Andere genäht habe und hier noch ein Täschlein. dort ein Kissen und da ein Mitbringsel und am Ende wenig Zeit für eigene Projekte blieb.

Das wird insgesamt sicher schwierig, wir haben ein Baby welches tagsüber nur Minutenschlaf kennt und abends bin ich aus genau diesen Gründen ziemlich müde…

Auf der anderen Seite möchte ich diese kurzen Auszeiten dann auch nicht unbedingt mit Nähen und Bloggen verbringen, in den letzten Monaten sind mir so viele Nähmissgeschicke passiert, weil es eben huschhusch gehen musste. Sowas ärgert mich dann auch sehr und aus der Nählust wird dann schnell Nähfrust.

Das heißt es wird hier ruhiger werden (auch wenn ich bislang sicher nicht durch Vielbloggen hervorgestochen bin :-)) und wenn ich hier etwas zeige, dann möchte ich euch lieber komplexere Dinge zeigen. Oder drei Kleinigkeiten auf einmal.

Das sind so die Pläne für das Jahr….es ruhiger angehen lassen, schwierigeres wagen und mit dem Schulanfang des Mittlersten, meinem Arbeitsbeginn nach der Elternzeit und dem Kinderkrippenstart der Kleinsten warten ja eh noch sehr reale Veränderungen und Herausforderungen in diesem Jahr auf uns, die sicher einiges an Kraft und Energie benötigen.

Und nun bin ich mal gespannt, was ihr so für Pläne habt oder ob ihr Neues-Jahr-viele-Vorhaben-Verweigerer seid :-)

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Und was liest du? – Jahresrückblick 2014

Ich hoffe ihr hattet alle einen guten Start in das neue Jahr, unserer war reichlich schlaflos….ich nehme das mal nicht als Omen :-)

Im vergangenem Jahr habe ich jeden Monat hier von den Büchern geschrieben, die ich gelesen habe. Das werde ich wohl auch weiter tun – monatlich berichten. Ich finde es für mich sehr spannend und habe sehr gelacht, als ich bei der Sichtung gestern entdeckt habe, das ich mit dem gleichen Autor startete und endete in 2014. Nämlich

Robert Galbraith mit “Der Seidenspinner”. Ich finde in diesem Buch kann man ein bisschen der rowlingschen Harry-Potter-Fantasie durchblitzen sehen, sei es die Auswahl der Namen, der kleinen schrulligen Begebenheit und überhaupt die sehr kuriose Geschichte. Wie auch der erste Band fand ich das ungewöhnliche Ermittlerteam sehr faszinierend und vielschichtig und die Geschichte in bester englischer Krimimanier geschrieben. Das heisst man kann als Leser gut mit überlegen, die Handlung an sich überschlägt sich aber nicht.

Auch gelesen im Dezember habe ich

Sebastian Fitzek “Passagier 23″, er hat es mit diesem Thriller geschafft mir Kreuzfahrten für immer auszureden ;-) auch wenn ich bislang eine solche eh nicht in Erwägung gezogen habe. Sehr spannend, sehr morbide. Am Besten ist bei ihm aber immer noch das sehr persönliche und informative Nachwort, das stets seinen Bücher folgt.

Chelsea Cain “Totengabe”, ein Buch aus der Reihe um Archie Sheridan und seine Jagd auf die außergewöhnliche Serienmörderin Gretchen, die nun im fünften (oder sechsten) Band langsam etwas unglaubwürdig wurde in ihrem Talent stets zu entwischen. Zumal sich viele Elemente wiederholen. Dennoch immer noch ein sehr guter Thriller, der über alle Basis”zutaten” verfügt.

Außerdem Katherine Webb “Das fremde Mädchen”, dieses Buch könnte man zusammenfassend als historischen Krimi bezeichnen und als typisches Frauenbuch.

Zuletzt stand noch “Neun Tage und ein Jahr” von Taylor Jenkins Reid auf meiner Leseliste. Eine sehr traurige Geschichte über eine Frau, die wenige Tage nach der Hochzeit ihren Mann verliert. Dennoch lässt das Buch nicht zuviel Drama aufkommen, es ist bisweilen sogar sehr lustig.


 

Ich habe somit 2014 ganze 75 Bücher gelesen, für meine Verhältnisse ist das eher unterdurchschnittlich. Aber ich bin abends (und das ist meine Hauptlesezeit) einfach oft sehr müde seit unser kleines Mädchen auf der Welt ist und schlafe nach wenigen Seiten ein. So lese ich vielmals in 20-Seiten-Etappen, was dem Leseverständnis nur bedingt zuträglich ist. Das erklärt wohl auch meine Hingabe zu der doch eher seichteren Literatur in diesem Jahr, vorallem Krimis und Thriller haben sich ja in jedem Monat wieder finden können. Ich bin gespannt wie es nun 2015 wird, ihr werdet es ja lesen.

Und nun habe ich mal die Monatslisten nach meinen Favoriten durchstöbert, wenn es also Bücher gibt, die ihr unbedingt mal lesen solltet (meiner Meinung nach versteht sich), dann sind es folgende:

Als ich meine Eltern verließ von Michael Rostain

In Zeiten des abnehmenden Lichts von Eugen Ruge

Das Schneemädchen von Eowyn Ivey

Bienensterben von Lisa O`Donell

Alle Toten fliegen hoch von Joachim Meyerhoff

Der weite Weg nach Hause von Rose Tremain

Das Glücksbüro von Andreas Izquierdo

Der verlinkte “Buchladen” ist vielleicht eine schöne Alternative zu ihr wisst schon wem (der, dessen Namen nicht genannt werden darf ;-)).

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Zum Zeitvertreib

Vielleicht habt ihr ja auch Kinder, die gerade sehr sehnsüchtig auf den Weihnachtstag warten?

Dann habe ich hier ein sehr schönes Weihnachtswimmelbild für euch, das meine Tochter gemalt hat.

Hier könnt ihr es in Originalgröße – A4 – runterladen.

Und vielleicht sieht es dann bald auch so aus:

Davon abgesehen wünsche ich euch schöne Tage mit euren Liebsten und einen guten Start in das neue Jahr. Hier wird nun auch Ruhe einziehen, die Decke, die ich vermutlich in einer Nachtschicht beenden werde (das muss so oder? ;-)), zeige ich euch einfach nächstes Jahr.

Frohe Weihnachten,

Fränzi

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Elefant auf Reisen

Damit die Elefantendame von neulich nicht so allein ist, bekam sie noch einen schmucken Herrn an die Seite gestellt:

Und befindet sich nun auf dem Weg zu einem Zwillingspaar. Und auch wenn Mandarinen mit Elefanten eigentlich nichts zu tun haben, sollen sie doch stilecht verreisen können, deshalb bekam die Reiseunterkunft ein hübsches Kleid:

Töröööööö!

  

Danke an dieser Stelle nochmal an Goldengelchen für den feinen Schnitt.

Somit sind nun alle Weihnachtswerke gezeigt, nur die Decke wird wohl mehrere Nachtschichten verlangen. Vor allem wenn man zwischendurch noch schnell eben einen könglichen Umhang für eine Schachfigur nähen muss (für die Tochter) und auch sonstige “mal eben noch” – Projekte hier erfüllt werden.

Naja…noch 6 Tage. Alles schaffbar :-)

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