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Wiesu denn blus, wiesu tut sie su?!

Frei nach Ronja Räubertochter (unbestritten eines der schönsten Kinderbücher überhaupt), stand der Mittlere heute etwas ratlos vor unserer empfangenen Post:

Die Lösung ist eine Decke für das Wohnzimmer, die ich gerne häkeln möchte. Ich bin jetzt schon absolut hingerissen von den Farben und freue mich auf das Endergebnis.

Und da wir nun in den Urlaub starten, hoffe ich ab und zu schon mal loslegen zu können. Auch wenn mein Mann noch glaubt ich scherze, als ich sagte, das muss mit ins Flugzeug ;-)

Bis zum November!

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Ein Einteiler

Unser Babymädchen schwitzt sehr schnell und die normalerweise wärmenden Fleeceprodukte sind für sie nur bedingt geeignet, da sie schnell rot anläuft und dann natürlich ihre Unkomfortabilität lauthals kund tut.

Als Alternative kamen mir Walkanzüge in den Sinn, die durch das Material temperaturausgleichend sind. Erste Nachforschungen ergaben allerdings das eine Investion von ca. 70€ notwendig wäre, selbst gebraucht sind die Anzüge sehr teuer. Da kam dann natürlich die Selbstmachmotivation heraus und ich dachte mir, das kann ich doch auch – so schwer wird es schon nicht sein…

Ich habe ein wenig herumgeforscht und gelernt, das es unterschiedlichen Walk gibt. Welchen, der aus 100% Schurwolle besteht und welchen, der noch mit Polyester versetzt ist (damit auch günstiger). Allerdings befürchte ich, dass die Materialvorteile (Wärmeausgleich usw.) bei Letzterem nicht wirklich gegeben sind, das heißt lieber ein paar Euro mehr investieren. Ich habe mich für 1,3m petrolfarbenen Walk entschieden, ich kann nur sagen, viel zu viel! Für einen Anzug in der Gr. 74/80 reichen locker 0,8m oder so. Dazu kam dann noch etwas, was sich Wolltresse nennt und passende Knöpfe. Insgesamt habe ich also etwas 35€ ausgegeben, wobei ich jetzt aus dem Restwalk noch locker Stiefel und eine Hose machen kann (und werde).

(das war jetzt nur mal für die, die es interessiert)

Beim Nähen habe ich mich vom Original inspirieren lassen und so die Schnittteile zugeschnitten inklusive kleinem Zwickelteil. Nur die Kapuze und ein Stück am Kragen sind mit Jersey gefüttert, um sonst die Luftdurchlässigkeit zu erhalten.

Zur Wolltresse: diese muss man leicht gedehnt annähen…leider wusste ich das nicht und beim ersten Versuch warf der Anzug dann Falten. Das hat mich so gewurmt, das ich 45 Minuten mit auftrennen verbracht habe.

Häh? Ich und auftrennen? Ja wirklich. Langsam werde ich zur Perfektionistin wie mein Mann letztens so schön meinte ;)

Aber ich hasse es immer noch…. Die Wolltresse hat es auch ein wenig übel genommen und sich dann zum Teil verzogen. Da ich keine Reserven hatte, musste es nun so gehen.

Für den Fussabschluss habe ich mich für einfache Bündchen entschieden, weil da eh noch Stiefelchen drüber kommen, wenn es wirklich kalt wird. Am Arm habe ich im nachhinein Umschlagabschlüsse hingenäht, da sie im ersten Versuch viiiiel viel zu lang waren. An den Armen finde ich das auch ganz praktisch, so sind die Hände gleich war eingepackt.

In der Kapuze ist ein Gummi eingezogen, ich dachte, damit sie enger anliegt. Diese ist trotzdem sehr groß geraten in meiner Angst, das sie zu klein wird. Da habe ich wohl etwas übertrieben (und ehrlich gesagt auch vergessen zwischendurch zu testen, als ich es feststellte, war es schon viel zu spät :))

Und der Verschluss….die erste Idee war ja einen Reißverschluss zu benutzen, wer will bei Babies schon ewig knöpfen. Aber ich denke das es einen Grund hat warum das die “echten” Herstellen auch nicht machen, Walkloden ist leicht dehnbar und ich vermute der Reißverschluss würde in kürzester Zeit ausleiern oder wellen.

Deshalb hatte ich mich für Knöpfe entschieden. Diese wurden allerdings erst knapp zwei Wochen später geliefert und solange wollte ich nicht warten….ich bin doch ungeduldig :) Also habe ich Druckknöpfe genutzt, die auch ganz gut halten. Nun sind die Knöpfe da und ich überlege noch, ob ich das nochmal ändere. Schicker aussehen täte es ja :)

Mein Fazit: eigentlich ganz leicht zu nähen (fusselt nur ungeheuer) und bestimmt nicht der letzten Anzug seiner Art.

Hier nun noch in Aktion mit der dazu passenden Mütze. Morgens war es doch schon mal sehr kühl bei uns…

 Verlinkt bei Kiddikram, dem Baby sew along von Alex und den Meitlisachen (auch wenn der Anzug definitiv unisex ist).

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Die Qual der Wahl

Vor ein paar Tagen hatte ich Geburtstag und ich fürchte, ich bin nun offiziell nur noch als die “Nähfränzi” bekannt :) Selbst meine Tochter schenkte mir einen Gutschein vom örtlichen Stoffladen (ist das nicht lieb…da vergesse ich glatt ihre pubertären Anwandlungen für zwei bis drei Minuten ;-)).

Und dann der Blick auf den Geschenketisch…eine Ottobre. DIE Ottobre. Häh? Hatte ich die nicht erst verlost und verschickt?

Mein lustiger Mann hat mir doch tatsächlich ein Abo geschenkt für die Frauen- und die Kinderausgabe. Das weiß ich besonders zu schätzen, weil er ja was nähen angeht völlig unbedarft ist :)

Und der Ikeastoff kam auch noch per Post hier an, vielen herzlichen Dank an die Schenkerin, falls sie dies liest :)

Aber zurück zum lustigen Mann (und er ist wirklich lustig). Folgender Mailkontakt:

Duuuhuuu Hase, kannst du mir mal ein Schnittmuster ausdrucken. Oder zwei? (ich hänge sie direkt an, eigentlich ist das ja keine Frage, sondern eine Aufforderung)

Er: das sind ja hundert Seiten!!!!!!! 

Ich: Ach quatsch, nur 80….und es sind doch nur Linien.

Er: ok, habe es beidseitig bedruckt und so 40 seiten gespart.

Ich wünschte irgendjemand hätte mein Gesicht aufgenommen als ich das gelesen habe. Für ein, zwei Minuten habe ich das tatsächlich Ernst genommen.

Aber ist schon wirklich arg, was man für Erwachsenenschnitte für Massen an Papier braucht….

Auf meiner Nähvorhabenliste steht nun schon ewig eine Tunika oder Bluse für mich, denn die mag ich eigentlich sehr sehr gern und ziehe sie auch regelmäßig an. Mittlerweile habe ich drei Schnitte gesammelt und Unmengen an potentiellem Stoff und nun kann ich mich nicht entscheiden mit was ich anfange. Jetzt mal davon abgesehen, dass ich alles noch ausschneiden muss….80 Seiten, wuäh.

Die erste Idee war ja eine Mamina und dafür habe ich beim vorletzten oder sogar vorvorletzten Stoffmarkt diese zwei Stoffe gekauft. Aber irgendwie bin ich über das Ausdrucken des Schnittes auch noch nie heraus gekommen…

Dann sah ich vor nicht allzu langer Zeit mal das Esme Top. Den Schnitt habe ich dann auch endlich mal gekauft (gibt es nur als Papierschnitt) und dann beim letzten Stoffmarktbesuch diesen Stoff gekauft.

Er sollte als Kombistoff zu meiner grauen Leinenhose passen…also das tut er auch, aber an der Hose muss ich wohl doch nochmal was machen. Die rutscht nämlich mittlerweile.

Zuletzt “musste” ich dann unbedingt noch bei Colette Patterns zwei Schnitte kaufen (30% Rabatte, ich musste wirklich, klar oder ;-))…eine Hose und ebenfalls eine Bluse – Jasmine. Den Stoff habe ich mir vom anderen Stoffgeschäftsgutschein gekauft, den ich auch noch bekam. Ich reich Beschenkte, ich!

Und zum probieren liegen diese Beiden bereit:

Tja und nun? Mit was fange ich an? Jetzt mal davon abgesehen, dass mich momentan noch der vorher stattfindende Schneidmarathon sehr abschreckt das anzugehen…

Macht mir mal Mut (oder berichtet, wie toll die Schnitte sich nähen lassen ;-)).

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Kuschlig

Vor kurzem fand hier in der Stadt eine Messe statt bei der es im weitesten Sinne um Freizeitvergnügen ging. Da es ja mittlerweile Heerscharen von nähenden, strickenden und häkelnden Menschen gibt, waren natürlich auch viele Stände zum Thema präsent. Allerdings waren die meisten sehr unspektakulär und eben so wie so ein Stand ist. Einer stach jedoch heraus, das war der Stand von wollen-berlin. Wunderbare Farben, viele selbstgemachte Beispiele und eine sehr sehr nette Eigentümerin. Eigentlich will ich ja keine Werbung* machen, aber in dem Fall muss ich es einfach tun :)

Denn es waren wirklich alles sehr besondere Wollen. Und die weicheste, kuschligste, sensationellste, tollste, beste Wolle musste dann auch gekauft werden (Lamana Cusco). Für einen unsagbaren Preis, aber sie ist jeden einzelnen Cent wert. Am liebsten möchte ich daraus ein Kissen häkeln und mich reinwälzen ;-) Wirklich!

Der Clou daran, sie hatte genau die gewünschte Farbe passend zum genähten Schurwollanzug, den ich dann mal demnächst zeige. Ein sehr dunkles, etwas grünlastiges petrol.

Und da die Kapuze etwas ausladend geraten ist – davon ein andermal mehr – musste also eine schöne warme Mütze her. Ich habe diesmal nicht die einfache Variante genutzt und immer schön im Kreis herum gehäkelt, sondern ich wollte eine Zwergenmütze und habe deshalb zwei Einzelteile gehäkelt und diese dann verbunden.

Leider ist sie etwas groß geraten, deshalb der Umschlag. Hat allerdings den Vorteil, das sie nun ewig passen wird, denn der Umschlag ist nur grob festgenäht und kann wieder entfernt werden.

Und so sieht das dann am Baby aus:

Aus dem kleinen Rest mache ich jetzt noch ein paar Beinstulpen und dann kann es hier ruhig kalt werden :)

Verlinkt beim Creadienstag, Kiddikram und der Häkelliebe.

(*ich denke die sprachlichen Stolperer im Onlineshop kommen daher, dass die Eigentümerin nicht Muttersprachlerin ist, also nicht wundern…)

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Kleidsames

Das Baby wächst und wächst….meine Sorge, dass die im Vorfeld angeschafften Sachen mehr als ein Jahresvorrat sind, hat sich mittlerweile wieder verflüchtigt. Das Kind geht straff auf die Größe 74 zu und ich sollte wohl endlich mal die bereits lange zugeschnittenen Teile für die Langarmshirts zusammennähen bevor diese bereits Geschichte sind…

Wie auch immer, das Baby brauchte Kleidungsnachschub. Und quasi als Geburtstagsgeschenk an mich selbst habe ich mir Ersatz für den kürzlich verhunzten Jolijou Apfelstoff (der eigentlich “Surprise” heißt) besorgt und dem Kind zwei Kleidchen genäht.

Einmal mit passendem Innenfutter in rot und einer Tasche (wozu die taugt, haben wir ja hier erst gesehen ;-)).

Das Kleid ist wieder der Schnitt “Home sweet home” aus der Ottobre 1/2012, allerdings mit der Änderung, das kein Schrägband genutzt wurde, sondern ich das Kleid gewendet und abgesteppt habe. Das ist erstes nicht so fummelig an den doch sehr schmalen Trägern und zweitens nicht so hart. Als Verschluss habe ich erneut Kamsnaps genutzt, langsam habe ich den Dreh heraus und freunde mich mit ihnen an. Und weil das Baby gerade alles annagt und in den Mund steckt, ist mir das lieber – spricht vielleicht auch nicht gerade für meine Knopf-Annäh-Fähigkeiten ;-)

Der Schnitt hat sich übrigens sehr bewährt im Gegensatz zu anderen Schnitten. Die Bewegungsfreiheit bleibt, denn der Po ist frei und das Baby klemmt sich nicht selbst fest beim Liegen.

Und auch in der Bauchlage macht das Kleidchen alles mit (Sabberbeweisfoto!):

Neben dem Apfelstoff für das Apfelmädchen musste dann noch dieser sensationelle Stoff für ein Projekt gekauft werden:

Das Motiv lässt erahnen was mal daraus noch werden soll oder?

Auf jeden Fall ein ganz toller und sehr besonderer Borderprint aus dem Hause Michael Miller (“Twilight summer night lights” by Sarah Jane). Und da das Baby dann doch so klein ist, das ein halber Meter für mehrere Sachen reicht, sprang noch ein ganz schnörkelloses Kleid für sie heraus:

Ich werde mich nicht satt sehen können!

Was andere Selbstnäher so an ihren Kindern bewundern, seht ihr bei Frl. Rohmilch, bei Kiddikram und den Meitlisachen.

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Der Halbrüsselelefant

Um eine lange Geschichte kurz zu machen: Mama findet käufliche Wagenketten furchtbar und beschliesst selbst eine zu nähen. Nebenbei sieht sie ein wunderschönes Rasseltier auf einem anderen Blog und denkt, das mache ich auch noch. Denn das Baby interessiert sich langsam für Spielzeug.

Herausgekommen ist dabei sowas:

Da hätte die Frau Mama wohl doch mal länger als drei Minuten über ihr Vorhaben nachdenken sollen ;-) Allerdings werfe ich in den Ring, dass ich – gefühlt – immer nur zwei Minuten am Stück irgendwas machen kann, bevor unsere Kleine Aufmerksamkeit braucht. Oder sie schläft, aber dann eilt es. Leider gibt es ja kein Vorwarnsystem bei Babies. So “Hey Mama, heute schlafe ich mal zwei Stunden, lass dir Zeit!” oder “Hey, du brauchst jetzt nicht duschen gehen, lohnt sich nicht, bin in acht Minuten wieder bei dir”.

Gut also zurück zur Wagenkette: die großen Perlen fand ich kürzlich beim Aufräumen im Kinderzimmer, der Grundstoff ist Leinen, was nicht ganz so praktisch ist, weil es eben sehr grob ist und leicht wieder aufgeht am Rand. Die Stoffschnipsel darauf sind von der Umbrellaprint Trimming Competition 2014 an der ich dann doch nicht teilnehmen konnte, weil irgendwie ein Baby dazwischen geboren werden musste. Dabei hatte ich einen echt schönen Plan….na gut, irgendwas ist wohl immer.

Das Ganze zu Applizieren gelang mir von Teil zu Teil immer besser, die Formen sind etwas, naja, äh einfach. Aber für süße Eulchen, Wölkchen, Sternchen etc. fehlt mir gerade einfach die Sorgfalt.

Hauptsache es lässt sich gut greifen. Und ist hübsch anschauen:

Ja, nun noch das Rasseltier. Von grau zu Elefant war es nicht schwer. Clever wie ich sein wollte, habe ich dann einen Elefanten mit Nahtzugabe vorgezeichnet. Falls ihr auch mal sowas machen wollt, bitte macht es anders! Zeichnet euch erst auf was rauskommen soll und dann gebt ihr die Nahtzugabe dazu. Denn leider verlor der Elefant bei diesem Prozess seinen Rüssel und auch irgendwie seine elefantöse Form.

Die Augen sind ausnahmsweise Kamsnaps, obwohl ich von den Dingern ja nicht viel halte. Aber habt ihr schon mal versucht ein Kamsnap aus dem Stoff zu bekommen? Ja, eben! Innen ist noch ein kleines Glöckchen, damit das Tier auch noch was “kann”. Hübsch aussehen zählt ja nun leider nicht dazu.

Endlich hat auch die Tasche im von der großen Schwester genähten Kleid eine Bestimmung:

Aus dem Elefant einen Pinguin machen.

Mit dieser neuen Geschichte aus der Rubrik “Gewollt, aber nicht gekonnt” (oh, ich glaube die eröffne ich wirklich, das ist lustig ;-)) verlinke ich mich beim Baby Sew Along #3 und bei Kiddikram.

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Schlaf Kindchen Schlaf…

Babyschlafsäcke sind ja eine sehr tolle Erfindung, da kann nichts weggestrampelt werden und nichts verrutschen. Und jetzt da es langsam nachts kühler wird, haben wir unser dickeres Exemplar auch wieder rausgekramt. Leider stellte ich schnell fest, dass die Hersteller desselben (seeeehr renommiert!) nicht mitgedacht haben und der Zipper oben am Hals endet, zudem noch ohne Kinnschutz, so dass sich das Ganze dann immer in den Hals von meinem zarten Baby reinbohrte….geht ja mal gar nicht!

Deshalb wollte ich einen Schlafsack selbst nähen. Einen, der einen Zipper von oben nach unten hat (so muss man beim nächtlichen Wickeln auch nur unten kurz die Luke öffnen und der Babyrest bleibt schön warm verpackt) und einen zum Wenden….mit Sommer- und Winterseite.

Also habe ich sechs Lagen Stoff zugeschnitten, zwei mal Jersey, zwei mal wunderschönen Apfelstoff von Jolijou (denn der Name unserer Tochter heißt übersetzt Apfel, was gäbe es da passenderes?) und zwei mal Volumenvlies. Das beherzte Nähen hätte ich dann mal lassen sollen, weil es stellte sich schon wenig später heraus – oh nein – Armlöcher vergessen. Ein Mumienschlafsack für Babies ist vielleicht auch nicht so der Brüller, also versucht zu retten, was zu retten ist mit dem zweifelhaften Erfolg, dass nun der Sack aus Baumwolle links herum war. Da war dann wirklich nichts mehr zu machen und ich schon sehr frustriert….der schöne Apfelstoff :(

Zweiter Versuch, diesmal versucht vorher darüber richtig nachzudenken. Leider ist hier gerade der Zustand MFH = Milch frisst Hirn, ich kann mich ECHT nicht konzentrieren und gescheit nachdenken. Es ist als wäre mein Kopf total ausgeknipst, aber da es ja mein Schlafsack werden sollte, verbot es der Stolz nach einer Anleitung zu fanden.

Dieses Mal kam ich bis zu dem Punkt Armlöcher gemacht, Säcke aneinandergesetzt (hier hilft übrigens sehr das Wissen zum Thema Taschen mit Innen- und Außenfutter) und dann kam der Reißverschluss. Ich hatte extra einen Wendezipper besorgt – gar nicht so einfach übrigens. An dieser Stelle ging nun wieder alles schief was schiefgehen konnte und auch Versuch Nr. 2 dient bestenfalls als Verwertungslager für kleinere Projekte.

Tief durchatmen….Versuch Nr. 3. Ich bin nun schon ganz cool beim Zusammennähen, freue mich, alles passt.

schlafsack5

Unten mit kleiner Lasche, um den Zipper zu verstecken:

schlafsack3

Nur warum bitte stehen die Vögel auf dem Kopf?

schlafsack7

An dieser Stelle hätte ich wirklich heulen können…aus dem Wendeschlafsack wurde nun kein Wendeschlafsack mehr (ich glaube nicht, das ich die Schmach der auf der Kopf stehenden Vögel ertrage ;)), da waren die ganzen Anstrengungen, um den Reißverschluss perfekt auf beiden Seiten einzunähen wirklich umsonst. Notiz an mich: das nächste Mal erst den Reißverschluss einnähen und dann den Sack nähen!

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Aber dem Baby gefällt es offensichtlich trotzdem :)

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Hier seht ihr die Armöffnung, die auch angepasst ist und nicht so ewig groß wie bei manchen Kaufmodellen.

schlafsack4

Nun was soll ich sagen….hat sich der Aufwand gelohnt? Ich glaube ja. Herausgekommen ist ein Schlafsack mit gescheitem Reißverschluss und guten Lösungen. Er wird ja nicht ewig passen und dann muss wieder einer genäht werden. Ich hoffe dann gelingt es beim ersten Versuch und vielleicht fotografiere ich mal mit, damit ihr nicht in die gleichen Fallen tappt. Wobei das vermutlich eben wirklich meinem mangelndem Nachdenkvermögen gerade zuzuschreiben ist :)

Mit diesem Schlafsack wandere ich zum Baby-Sew-Along von Alex und zu den Meitlisachen und Kiddikram.

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