Artikel
10 Kommentare

Auf dem Weg zur Grundgarderobe I

Im letzten Jahr habe ich sehr interessiert verfolgt, wie auf einigen Blogs die Basisgarderobe und das Finden des eigenen Stils diskutiert wurde und mich nickend bei so manchen Fragen und Erkenntnissen wieder erkannt. Allerdings war ich da gerade schwanger und meine Garderobe war in der Tat sehr basismässig 😉

Jetzt im Frühling (es war gar nicht der Frühling merke ich gerade, aber irgendwie ist mir gerade so nach Frühling ;-)) hat unter anderem Sindy von „That certain something“ wieder eine Reihe dazu gestartet und nach ihrem ersten Post dazu, war ich endgültig motiviert nun mal was zu unternehmen.

Mein bisherigen Kauf-Anzieh-Trageverhalten sah so aus, dass ich einfach gekauft habe, was mir rein optisch gefiel, mich im Spiegel der Ankleide überzeugte und was ich mir leisten konnte ;-) Oftmals überlebte das Kleidungsstück schon zu Hause nicht mehr den Spiegelcheck, entsprechend viele Schrankleichen existieren…kennt Frau oder?
Auf Figur/Farben etc. habe ich eh nie geachtet, nur wenn es sich geradezu aufdrückte, dass das jetzt echt nichts ist.

Ähnliches beim seltenen nähen für mich….also nicht sehr überraschend, das genau drei Kleidungsstücke für mich nur längerfristig überlebt haben.

Ziel der Veränderung soll nun sein eine Grundgarderobe auch Capsule Wardrobe genannt, aufzubauen mit Kleidungsstücken die tatsächlich typ- und farbgerecht sind. Es wird dabei von +/-33 Kleidungsstücken geredet, wobei ich nicht unterscheide in Sommer/Wintergarderobe, sondern das jetzt einfach in Summe angehe und mir so einfach ein paar Kleidungsstücke mehr erlaube 🙂

Wer sich belesen mag, hilfreich fand ich diese Links:

http://bridgetteraes.com/2013/07/31/the-ultimate-mix-and-match-fashion-guide/
http://into-mind.com/2014/03/16/how-to-build-the-perfect-wardrobe-10-basic-principles/
http://www.chigarden.com/2012/01/link-love-wardrobe-minimalism/
http://theproject333.com/getting-started/
http://www.coletterie.com/category/wardrobe-architect

Der erste Punkt war also eine Bestandsaufnahme meines Kleidungsschrankes. Ich habe alles aussortiert, was mir aktuell nicht passt, nie mehr passen wird, eigentlich kaputt ist und übrig geblieben sind 67 Kleidungsstücke inklusive aller Jacken.

blusen hosen jacken kleid2 kleider1 kurzarm langarm1 langarm2 roecke strickjacken

Meine bisherigen Farben sind also momentan so, wobei es eindeutig in die schwarz-dunkelblaue, rötliche Richtung geht.

farben

Danach habe ich mich an die Bestimmung meines Figurtyps gemacht. Bei der Modeflüsterin findet sich die beste Übersicht meiner Meinung nach.

Ich habe basierend auf einem Foto einen Umriss von mir erstellt:

umriss

Das macht es einfacher den Figurtyp zu ermitteln…auf den ersten Blick dachte ich, es wäre ein H-Typ, weil die Taille ja doch eher kaum vorhanden ist und Schultern/Hüfte fast gleich breit. Allerdings finde ich mich in der Beschreibung überhaupt gar nicht wieder (schlanke Extremitäten und überhaupt, hochgewachsen und so ;-)) und sehe beim X-Typ die größten Übereinstimmungen, mal abgesehen von der größeren Oberweite. Der Figurtyp ist bei mir auch immer gleich, da ich bei Gewichtsschwankungen proportional dazu gewinne oder verliere, das ist eigentlich ja gar nicht so schlecht 😉

Zusammengefasst habe ich für mich (auch recht klein insgesamt) folgende Tipps gefunden, die irgendwie auch sinnvoll erscheinen:

– die Mitte betonen, keine gerade herabfallenden Oberteile tragen
– Oberteile enden nicht direkt an der breitesten Stelle
– Bleistiftröcke, enge Kleider, nichts A-linienförmiges (schön, dass ich bislang immer genau das genäht habe, allerdings ist mir da ja auch schon die Erkenntnis gekommen 😉
– runde, weite Ausschnitte, nicht halsnah
– keine Spaghettiträger
– Haare eher hochstecken

Dahin gehend habe ich meine Garderobe durchgesehen und nun hänge ich bei den Farben. Ich kann mich nicht durchringen eine Farbberatung zu machen, aber bin mir mittlerweile allerdings sehr sicher entweder ein Herbst – oder Frühlingstyp zu sein.

 farbtyp

(Bild via zalando)

Da werde ich noch weiter forschen, wobei die Farbpaletten sich in einigen Punkten doch ähneln und ich die reinweißen Shirts auf jeden Fall aussortiert habe. Schwarz und dunkelblau mussten erstmal bleiben, sonst hätte ich nichts mehr zum Anziehen 😉 Kurioserweise habe ich immer fröhlich genau die falschen Farben gegriffen, vorallem in den letzten Jahren. Und das obwohl meine Lieblingsfarben ja grün und orange sind und ich mit anderen herbstlichen Tönen da ja grundsätzlich richtig gelegen hätte.

Nun sind nach diesem Aussortieren 45 Kleidungsstücke übrig geblieben, wobei bestimmte Teile noch aussortiert werden, wenn ich mir bei den Farben klarer bin.

sachen

Soweit erstmal der erste Stand, ihr seht ich bin hochmotiviert und obwohl nun deutlich weniger im Schrank hängt, ziehe ich doch mal wieder was anderes an als Jeans + Shirt.

Was sind nun die nächsten Schritte? Übersicht über die Farben verschaffen und dann überlegen wo die Reise hingeht, wie sieht mein Stil eigentlich aus, wie könnte er aussehen. Und dann sollen endlich mal gezielt selbstgenähte Kleidungsstücke für mich entstehen, die ich auch wirklich trage.

10 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.