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Luciafest

Schon wieder ist viel zu viel Zeit vergangen, aber leider gehöre ich wohl nicht zu den Menschen, die mit jedem Kind mehr noch produktiver werden 🙂

(Wir schielen jetzt alle mal neidisch und unbekannterweise sehr stolz auf Paulines bald erscheinendes Buch. Pauline ist übrigens die hier schon oft erwähnte und vernähte Klimperklein und neuerdings Mutter von Kind 4 und 5.)

Aber wie schon  gesagt, bei mir klappt das nicht.

Unter anderem weil ich mir überlege, was ich wohl in der Projektwoche mit dem wundervollen Namen „Weihnachten mit Astrid Lindgren“ schönes mit den Kindern bastele. Schnell bin ich über den 13. Dezember gestolpert, das Luciafest, welches in Schweden ganz traditionell begangen wird. Und hier spielen die Farben weiß und rot eine große Rolle, kennt man ja schon vom Weihnachtsschmuck bei Ikea.

Deshalb werden wir Anhänger aus Bügelperlen machen:

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Vor allem der Stern sieht doch richtig schick aus 🙂

Wer also noch Baumschmuck und eine Kinderbeschäftigung braucht, geht kinderleicht und sieht sehr schön aus. Die Einzelfarben der Perlen kann man übrigens auch bestellen, wobei das Sortieren natürlich auch für Regentage nützlich sein kann.

Einen schönen dritten Advent wünsche ich euch und bis ganz bald (diesmal aber wirklich!)

Fränzi

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Jeder tut was er kann.

Wie alle sitze ich seit Wochen, Monaten, ja praktisch seit mehr als einem Jahr oft vor den Nachrichten und bin sehr berührt. Traurig. Wütend. Gerade mit unserer frischen Nr. 3 flossen nicht nur einmal die Tränen, wenn ich sah wie Mütter und Kinder ihre Heimat verlassen mussten und einfach nichts mehr hatten.
Nicht falsch verstehen, auch die flüchtenden Männer beschäftigen mich, aber der Gedanke an die stillende Mutter, die irgendwann keine Milch mehr hatte, weil sie selbst nicht genügend Flüssigkeit zu sich nehmen konnte, das ging mir einfach näher.

Leider konnte ich nicht viel tun. Wir haben Kleidung gespendet und waren auf der Straße, um gegen all jene zu demonstrieren, die immer noch glauben, das wäre alles ein großer Spaß und nicht mehr als ein Ferienausflug auf die Seite, wo das Gras soviel grüner ist.

Und dann wurde nicht nur hier die Lage drängender. Wir haben mehr gespendet, mehr demonstriert, Willkommenspäckchen gepackt. Mir hat das nicht gereicht. Aber ich konnte und kann einfach keine Deutschkurse geben, Essen austeilen, Spenden sortieren oder Kreativangebote machen. Dafür habe ich zu unregelmäßig Zeit und das Leben und mein Beruf fordern mich anderweitig zu sehr.

Deshalb war ich froh, als ich vom Projekt „Mini Decki“ hörte…ein ursprünglich aus der Schweiz stammendes Projekt, das sich zum Ziel setzt, jedem einzelnen geflüchtetem Kind ein Stück Wärme und Geborgenheit in der Ferne zu geben in Form einer Decke. „Mini Decki“ ist schweizerdeutsch und bedeutet „meine Decke“.
Es mag erstmal seltsam anmuten, aber wenn man die Bilder von geflüchteten Menschen anschaut, die einmal irgendwo ankommen, dann sieht man oft, wie sie sich in Decken hüllen. Ich denke jeder kennt das Bedürfnis sich in eine Decke zu kuscheln, wenn man müde, krank, traurig oder unsicher ist.

Deshalb also die Mini Deckis. Und diese gehen nun an Kinder, da sie in diesen unwägbaren Zeiten den größten Schutz brauchen.

Ich bin die Koordinatorin für Leipzig und innerhalb kürzester Zeit hat sich schon sehr viel getan. Ich habe Bettwäsche- und Stoffspenden erhalten, Geldspenden für die Inlets und es wird einen regelmäßigen Nähtreff geben, bei dem wir gemeinsam Decken nähen. Eine erste Übergabe von Decken fand statt und ich kann nur sagen, ja es ist richtig und wichtig, dass wir diese Decken nähen!

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Und es ist etwas was ich tun kann. Ich bin froh eine Möglichkeit gefunden zu haben, zu helfen. Wenn ihr mögt, dann näht doch auch eine Decke und verbreitet die Idee. Ich habe hier noch einmal eine kurze Nähanleitung zusammen gestellt, ihr könnt euch aber auch auf der Website von Mini Decki Deutschland informieren.

Oder ihr beteiligt euch mit Stoffspenden/Bettwäschespenden oder Inletspenden in Form von Geld.

Jeder tut einfach was er kann.

Und ich kann nähen. Und bloggen.

Deshalb dieser für mich sehr wichtige Beitrag. Andere Beiträge von Bloggern, die sich über das Thema Gedanken machen findet ihr unter diesem Label:

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Lasst uns zusammen schauen, dass ich bald nicht mehr grübelnd vor diesem Stück Stoff stehe und das Vernähen für eine Mini Decki verwerfen muss, weil es traumatisierend sein könnte.

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Wieder hier.

Obwohl unser neuer Alltag so voll, fast übervoll ist, habe ich mich entschieden wieder (weiter) zu bloggen und natürlich zu nähen.

Ich versuche also zwischen dem frisch eingeschultem Mittleren, meinem eigenen Arbeitsstart, der leicht pubertierenden Großen und der kleinen Krippenstarterin Zeit zu finden – ihr seht es mir also nach, wenn ich nicht soooo regelmäßig schreibe.

Eigentlich wollte ich die Pause mit etwas wirklich Wichtigem beenden. Aber um das Kleid für Susannes wunderbaren „This is not okay“ – Katalog zu präsentieren, habe ich kein Foto. Die Nähzeit hat gerade so gereicht, für das Bild gab es keine Reserven mehr.

Ich möchte euch dennoch auf diese tolle Idee aufmerksam machen, ein Katalog nur mit fairer und selbstgemachter Kleidung, um dem Protest gegen die Ausbeutung von Kindern/Frauen ein Gesicht/ ein Bild zu verleihen. Das ist großartig, denn jeder der selbst näht, kann und wird sich immer wieder fragen (müssen), wie die Mondpreise mancher Hersteller überhaupt zustande kommen können.

Es haben sich 280 Menschen beteiligt, das ist viel. Umso gespannter bin ich nun, was Susanne aus diesen vielen Bildern und Eindrücken macht und werde sicher im Herbst, wenn der Katalog erscheint, hier noch einmal darauf hinweisen.

Und mein Kleid zeige ich euch einfach demnächst mal so.

Bis dahin engagiere ich mich anderweitig und hoffe viele Leipziger um 18.00 zur Demonstration gegen Legida, Pegida & Co. zu sehen. Was hier und in anderen Orten in Deutschland passiert, wenn es um geflüchtete Menschen geht, macht mich immer wieder sprachlos und wütend. Deshalb geht auch ein Teil meines Engagement in diese Richtung, aber auch davon ein andermal mehr.


Schön wieder da zu sein (mit neuem „Outfit“ wie ihr seht),

Fränzi

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Sommerpause!

Es ist zwar noch nicht Sommer, aber um den Blog nicht einfach so stillzulegen, nenne ich es mal einfach so 🙂 Wir haben in diesem Jahr doch ganz schön mit Krankheiten zu kämpfen und Zeit und Muse sind einfach zu knapp, um zu bloggen und zu nähen.

Deshalb nehme ich mir eine längere Auszeit und hoffe irgendwann im Herbst (eh ja meine liebste Jahreszeit) kann ich wieder mit mehr Ruhe hier dabei sein.

sommerpause

Bis dahin,

Fränzi

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Die Qual der Wahl

Vor ein paar Tagen hatte ich Geburtstag und ich fürchte, ich bin nun offiziell nur noch als die „Nähfränzi“ bekannt 🙂 Selbst meine Tochter schenkte mir einen Gutschein vom örtlichen Stoffladen (ist das nicht lieb…da vergesse ich glatt ihre pubertären Anwandlungen für zwei bis drei Minuten ;-)).

Und dann der Blick auf den Geschenketisch…eine Ottobre. DIE Ottobre. Häh? Hatte ich die nicht erst verlost und verschickt?

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