Artikel
14 Kommentare

Schlaf Kindchen Schlaf…

Babyschlafsäcke sind ja eine sehr tolle Erfindung, da kann nichts weggestrampelt werden und nichts verrutschen. Und jetzt da es langsam nachts kühler wird, haben wir unser dickeres Exemplar auch wieder rausgekramt. Leider stellte ich schnell fest, dass die Hersteller desselben (seeeehr renommiert!) nicht mitgedacht haben und der Zipper oben am Hals endet, zudem noch ohne Kinnschutz, so dass sich das Ganze dann immer in den Hals von meinem zarten Baby reinbohrte….geht ja mal gar nicht!

Deshalb wollte ich einen Schlafsack selbst nähen. Einen, der einen Zipper von oben nach unten hat (so muss man beim nächtlichen Wickeln auch nur unten kurz die Luke öffnen und der Babyrest bleibt schön warm verpackt) und einen zum Wenden….mit Sommer- und Winterseite.

Also habe ich sechs Lagen Stoff zugeschnitten, zwei mal Jersey, zwei mal wunderschönen Apfelstoff von Jolijou (denn der Name unserer Tochter heißt übersetzt Apfel, was gäbe es da passenderes?) und zwei mal Volumenvlies. Das beherzte Nähen hätte ich dann mal lassen sollen, weil es stellte sich schon wenig später heraus – oh nein – Armlöcher vergessen. Ein Mumienschlafsack für Babies ist vielleicht auch nicht so der Brüller, also versucht zu retten, was zu retten ist mit dem zweifelhaften Erfolg, dass nun der Sack aus Baumwolle links herum war. Da war dann wirklich nichts mehr zu machen und ich schon sehr frustriert….der schöne Apfelstoff 🙁

Zweiter Versuch, diesmal versucht vorher darüber richtig nachzudenken. Leider ist hier gerade der Zustand MFH = Milch frisst Hirn, ich kann mich ECHT nicht konzentrieren und gescheit nachdenken. Es ist als wäre mein Kopf total ausgeknipst, aber da es ja mein Schlafsack werden sollte, verbot es der Stolz nach einer Anleitung zu fanden.

Dieses Mal kam ich bis zu dem Punkt Armlöcher gemacht, Säcke aneinandergesetzt (hier hilft übrigens sehr das Wissen zum Thema Taschen mit Innen- und Außenfutter) und dann kam der Reißverschluss. Ich hatte extra einen Wendezipper besorgt – gar nicht so einfach übrigens. An dieser Stelle ging nun wieder alles schief was schiefgehen konnte und auch Versuch Nr. 2 dient bestenfalls als Verwertungslager für kleinere Projekte.

Tief durchatmen….Versuch Nr. 3. Ich bin nun schon ganz cool beim Zusammennähen, freue mich, alles passt.

schlafsack5

Unten mit kleiner Lasche, um den Zipper zu verstecken:

schlafsack3

Nur warum bitte stehen die Vögel auf dem Kopf?

schlafsack7

An dieser Stelle hätte ich wirklich heulen können…aus dem Wendeschlafsack wurde nun kein Wendeschlafsack mehr (ich glaube nicht, das ich die Schmach der auf der Kopf stehenden Vögel ertrage ;)), da waren die ganzen Anstrengungen, um den Reißverschluss perfekt auf beiden Seiten einzunähen wirklich umsonst. Notiz an mich: das nächste Mal erst den Reißverschluss einnähen und dann den Sack nähen!

schlafsack6

Aber dem Baby gefällt es offensichtlich trotzdem 🙂

Hier seht ihr die Armöffnung, die auch angepasst ist und nicht so ewig groß wie bei manchen Kaufmodellen.

schlafsack4

Nun was soll ich sagen….hat sich der Aufwand gelohnt? Ich glaube ja. Herausgekommen ist ein Schlafsack mit gescheitem Reißverschluss und guten Lösungen. Er wird ja nicht ewig passen und dann muss wieder einer genäht werden. Ich hoffe dann gelingt es beim ersten Versuch und vielleicht fotografiere ich mal mit, damit ihr nicht in die gleichen Fallen tappt. Wobei das vermutlich eben wirklich meinem mangelndem Nachdenkvermögen gerade zuzuschreiben ist 🙂

Mit diesem Schlafsack wandere ich zum Baby-Sew-Along von Alex und zu den Meitlisachen und Kiddikram.

14 Kommentare

Schreibe einen Kommentar zu Ramona Antworten abbrechen

Pflichtfelder sind mit * markiert.