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…und was liest du? – Januar 2014

Bevor ich zum Nähen kam, war ich eifrige Holzbearbeiterin und habe es sehr geliebt. Das ist mittlerweile leider ein wenig untergegangen, da es an Raum fehlt.

Davor stand aber noch eine ganz andere Liebe, nämlich die zu Büchern. Ich lese unheimlich viel und von Bibliothekarin bis Buchladenbesitzerin stand auch schon so ziemlich jeder buchbezogene Beruf auf meinem Wunschzettel.

Schon lange habe ich überlegt, ob ich noch einen Blog eröffne, einen Leseblog. Aber das schaffe ich zeitlich nicht (und müsste mindestens auf ein Buch verzichten im Monat), deshalb führe ich eine neue Kategorie ein. Ist ja mein Blog 🙂

Jeweils am Ersten eines Monats zeige ich euch, was ich so im vorangegangenen Monat gelesen habe, schreibe mal mehr mal weniger dazu und lade euch ausdrücklich ein, euch hier einzubringen! Ich stöbere nämlich total gern in den Buchempfehlungen anderer Leute und bin so schon oft buchstäblich aufs Buch gekommen.

Das Logo könnt ihr mitnehmen auf euren Blog und euch unten verlinken. Vielleicht gibt es ja doch den ein oder anderen Mitleser (im doppelten Sinne), der Lust darauf hat, ich würde mich sehr freuen. Egal ob es eine bloße Liste mit Titel und Autor ist oder eine ausführliche Rezension ist, ob ihr Fachbücher konsumiert, Krimis oder Fantasy lest, ihr ein Buch oder 10 lest!

Und nun geht es los. Ich lese übrigens querbeet, echte Bücher, per Kindleapp auf dem Tablet oder auf meinem Ebookreader. Da wir vier volle Bücherregale allein im Wohnzimmer haben, bin ich über deren Erfindung mehr als froh 🙂 Seit März letzten Jahres schreibe ich mit, was ich so alles lese und es ist wirklich spannend, wie man bestimmte Phasen erkennen kann. Von „schlimmsten“ Frauenklatschromanen bis hin zu aktueller Gegenwartsliteratur ist alles dabei. Momentan habe ich aber das Gefühl, dass mein Hirn hormonell bedingt etwas versumpft…gut, das vergeht auch wieder – hoffe ich.

GELESEN IM JANUAR

Der Ruf des Kuckucks von Robert Galbraith: Ein Krimi, der in London spielt und mit einem scheinbaren Selbstmord beginnt. Schnell sind die Protagonisten eingeführt, ein interessantes Duo aus Privatdetektiv und seiner Übergangsaushilfe. Das Buch selbst wäre vermutlich nicht so schnell bekannt geworden, weil es eigentlich Mrs. Rowling verfasst hat, aber den Veriss, den es genau wegen diesen Umstandes erfährt, ist für mich nun auch nicht nachvollziehbar. Denn ich fand es ein grundsolides Buch mit allen nötigen Krimikomponenten, die Auflösung hatte durchaus etwas spannendes und ich für meinen Teil hoffe doch sehr, dass hier noch Folgebänder kommen. Das Ganze hat für mich Potential, auch weil es mal sehr beruhigend ist, nicht auf jeder Seite schlimmste Horrorszenarien um die Augen geschleudert zu bekommen.

Das Jahr, das zwei Sekunden brauchte von Rachel Joyce: Zwei Sekunden müssen dem Jahr hinzugefügt werden, so wird es Byron erzählt. Seine Geschichte beginnt mit diesem Augenblick und wie sie seine gesamte Kindheit verändert und führt bis hinein in sein Leben als älterer Mann. Soviel sei verraten: es passiert nicht so wahnsinnig viel in diesem Buch, die Handlung schleicht gemächlich vor sich hin. Dennoch gab es für mich interessante Einblicke in die Gedanken und Gefühle der Einzelnen und ich habe das Buch mit Genuss zu Ende gelesen (was manchmal, ganz selten, wirklich nicht passiert).

Das 13. Opfer von Stuart MacBride: ein schottischer Thriller mit einem recht unsympathischen Ermittler, der einem im Laufe des Buches dann doch irgendwie ans Herz wächst. An Dramatik ist die Geschichte zum Teil nicht zu überbieten, weil eben auch die Familie des etwas seltsamen Herrn von den natürlich zahlreich vorkommenden Morden betroffen ist. Dennoch wirkt das Buch nicht überladen oder zu phantastisch, das nicht-ganz-Perfekte des Protagonisten macht es sogar recht liebenswert.

Die Pan-Trilogie von Sandra Regnier: Drei Bücher, über die ich auch nur via einer Empfehlung gestolpert bin und sehr mochte. Fantasy für Jugendliche in seiner besten Manier mit durchdachten Details, einer gewissen Handlungslogik (die ja manchen Büchern aus diesem Bereich völlig abgeht) und auch der nötigen Spannung. Der shakespearsche Sommernachtstraum lebt in diesem Roman auf und wer Lust auf Elfen, Drachen und Co. hat, dem sei diesen Buch ans Herz gelegt. Gibt es jetzt übrigens als Gesamtausgabe für fast unfassbare 9,99€ als Kindleversion.

Whisper Islands. Wetterleuchten von Elizabeth George: Zweiter Band einer Trilogie, deren Hauptheldin eine 14jährige Teenagerin ist, die anderer Menschen Gedanken lesen kann. Nun ist sie auf der Flucht vor ihrem Stiefvater auf jene Insel geflohen und versinkt in diesem Band doch sehr in einem Strudel aus Liebeschaos und weiteren mysteriösen Legenden. Die Haupthandlung wird dabei meiner Meinung nach ein wenig aus den Augen verloren, ich warte nun dennoch geduldig auf den letzten Band und bin gespannt wie sich alles auflöst.

Totengeld von Kathy Reichs: Mehr „Pflichtlektüre“ als wirkliches Vergnügen…so ging es mir mit den letzten Bänden von Kathy Reichs Reihe um Dr. Temperance Brennan. Sie verlor sich immer mehr in wissenschaftlichen Erläuterungen, politischen Verstrickungen und behördlichen Formalitäten, so dass ich das Gefühl hatte, ich müsse als Leserin nun unbedingt wissen, welches Formular ich ausfüllen muss, sollte ich jemals als Anthropologin in North Carolina arbeiten 😉 Da ich aber grundsätzlich die Reihe mag, lese ich dann doch jedes Buch und bin diesmal angenehm überrascht. Auch wenn das Buch wie üblich ein einziger Erklärungsdschungel rund um unverständliche Abkürzungen und Prozeduren ist, steht diesmal doch die eigentliche Handlung im Vordergrund. Es geht parallel um zwei Geschichten, ein Fall von Fahrerflucht an einem sehr jungen Mädchen und einer militärischen Aktion in Afghanistan. Wie sich die Fäden verstricken, ob sie sich überhaupt verstricken, das ist ganz spannend zu lesen.

Offene Geheimnisse von Amelie Fried: Eine Kolumnensammlung der schreibenden Mutter und Autorin selbst. Einige sind ganz witzig zu lesen, andere wirken dagegen recht einfallslos und wie schon hundertmal gehört. Durch die Kürze der Stories nette Zwischendurchlektüre, deren Anspruch allerdings gen Null tendiert.

Das Duell von Arnaldur Indridason: Isländischer Krimi, bei dem zu Beginn ein Mord Anfang der 70er Jahre steht, der sich dann zu Themen ausweitet, die auch jetzt noch erschreckende Aktualität haben. Schlagworte sind hier internationale Politik, Abhöraktionen, Spionage…

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…und was liest du? Trage dein Blogpost ein, ein Bild brauchst du nicht bzw. kannst du gern dein Bloglogo nutzen. Ich lasse die Linkliste dieses Mal bis zum 5. Februar offen, kommt ja doch etwas überraschend meine Frage. Generell würde ich aber bis zum dritten eines Monats Rückschau halten, was denn so gelesen wurde im Vormonat.

4 Kommentare

  1. Oh, wow, Du liest wirklich viel! 🙂 – Jedenfalls freue ich mich über Deine neue Reihe!
    Ich lese auch sehr gerne, zur Zeit allerdings nicht so viel – ich kann mich abends entscheiden: Nähen oder Lesen, und da gewinnt fast immer das Nähen…
    Also lese ich sehr langsam, momentan seit Wochen wieder mal mein Lieblingsbuch (ist ja schwer, sich da zu entscheiden, aber wenn ich es gerade lese, bin ich immer wieder davon überzeugt): „Der rote Ritter“ von Adolf Muschg.
    Freu mich auf viele Buchvorstellungen von Dir!
    Liebe Grüße,
    Steffi

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  2. Ich habe ja zugegebenermaßen gerade viel Zeit und abends fehlt mir auch schlichtweg oft die Nähmotivation, da bin ich dann zu unkonzentriert.

    Liebe Grüße
    Fränzi

    Antworten

  3. Danke für die interessanten Buchtipps! Die Pan-Trilogie habe ich auch nur auf Empfehlung entdeckt und kann mich deinem Urteil nur anschließen. Sie sticht unter dem Fantasy-Trilogienwust doch ziemlich hervor.
    Liebe Grüße
    Andrea

    Antworten

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